Glaube versetzt Venusberge
Eine kleine Leseprobe aus dem Ammenmärchen (5. Kapitel):
Nach einer Orgie besucht die Amme ihren alten Beichtvater, einen Jesuiten, den Sie seit frühster Jugend kennt. Der junge Ratsherr Dietrich Stark, ihr Zögling, begleitet sie. Er soll sich während der Beichte am Ufer der Donau die Zeit vertreiben, aber seine Neugierde treibt ihn bald ins Pfarrhaus zurück, wo er, versteckt hinter einer Spanischen Wand, Zeuge eines ungewöhnlichen „Ablaßhandels“ wird. Seinem Cousin Georg berichtet er später folgendes:
… Wie ich schon erwähnte, begann die peinliche Befragung mit meiner Person.
„Wie oft reicht ihr diesem lutherischen Milchbart die Brüste?“, fragte der Jesuit mit strenger Miene, stand vom Stuhle auf und ging mit festen Schritten im Raume auf und ab.
„Zwei Mal am Tage“, antwortete die Amme wahrheitsgemäß. „Des morgens, wenn ich erwache, trete ich im Nachthemde an sein Bett und stille seinen Durst. Hernach richte ich die morgendliche Brotzeit. Am Abend befleißige ich mich des umgekehrten Weges. Allein, es ist auch eine Erleichterung für mich, denn meine Brüste wiegen zu beiden Zeiten in gleicher Weise schwer.“
„Gebt ihr dem Ratsherren nur eine oder beide Brüste?“, bohre der Pater weiter.
„Beide“, antwortete die Amme wiederum wahrheitsgemäß. „Wie ich schon sagte – es erleichtert mich.“
„Verspürt Ihr dabei irgendwelche Wollust?“
„Oh ja!“, seufzte die Amme laut. „Als Kind war er sehr gierig, aber seither bereitet er mir mit seiner zärtlichen Zunge und seinen weichen Lippen die größten Wonnen“.
Nach diesen Worten trat der Pater ganz nah an die Amme heran, beugte sich über ihre Schulter, und sagte dann mit ungewöhnlich freundlicher Stimme: „Dann öffnet eurer Kleid und zeigt mir das Fleisch, mit welchem ihr fortwährend sündigt.“
Was tat meine Amme? Um Himmels willen, was tat sie? War sie nicht züchtig gekleidet in die Kutsche gestiegen? Unter ihrem Mieder trug sie ein Hemd, hochgeschlossen bis zum Halse. Darüber die gestärkte Haube. Selbst ihre wunderschönen Arme, welche sie gern der Sonne preis gab, weil ihr das Kitzeln des warmen Windes so frommte, hatte sie schamhaft bedeckt. Und nun befleißigten sich ihre kleinen fleischigen Finger die zierlichen Knöpfe zu öffnen, und im Handumdrehen lagen sie frei, die herrlichen Halbkugeln. Mon Dieu! Welchen Handel fädelte sie hinter den spanischen Wänden ein?
Mit gierigen Blicken schaute der Pater auf sie herab. Allein seine Augen waren verzehrend. Einzig das Miederbändchen, welches die schweren Brüste der Amme beisammen hielt, trennten ihn noch von seiner Begierde.
Mit einer einzigen ruckartigen Bewegung löste der Jesuit den Knoten und riß fürbaß mit beiden Händen das Mieder auseinander, als habe er ein Wild erlegt, zu deren Ausweidung er sich nun bequemte.
Die Amme saß im Sessel und schnaufte darob wie ein wundes Reh. Ihre Wangen glühten. Hierauf packte er ihre Brüste.
„Seit ihr bereit für eure Buße?“, fragte er mit leiser aber eindringlicher Stimme.
„Ja, ja..“, bracht die Amme mit beinah erstickter Stimme hervor. „Stillt nur euren Durst, mein Freund!“
Ihr hastiger Atem ließ die vollen Brüste in den heißen Händen des Pfaffen wie Donauwellen tanzen. Und zu oberst schwammen, von Daumen und Zeigefinger aus ihrem Bette hervorgelockt, die herrlichen roten Knospen. Wie ein Blitz sank der Kirchenmann auf die Knie, schlechterdings nicht vor Demut. Nein, Wollust war´s, im Bunde mit Bequemlichkeit, die ihn zu diesem Handeln trieb. Ehe ich mich versah, hatte er zwischen den Beinen meiner Nährmutter Platz genommen und ihre rechte Brust bis weit über die Knospen eingesogen. Gierig schluckte er die dargereichte Milch und schnaufte dabei laut wie in Untier.
Mein lieber Georg. Ihr könnt Euch nicht meine Wut vorstellen, die mich rücklings überfiel, als ich den Pfaffen so erregt schnauben und schmatzen hörte, und noch mehr verdroß mich der Umstand, dass er mich auf diese Weise um meine abendliche Speisung brachte. Die aller größte Pein freilich bereitete mir meine gute Amme, die während dieser abscheulichen Szene das langmähnige Untier immerzu am Kopfe kraulte und dabei so laut atmete, dass es mir schier das Herz brach.
„Oh mein Geliebter“, hauchte sie immerzu. „Trink mich nur aus. Wie heiß brennen deine Lippen an meinen Knospen!“
Wie lange diese Pfaffenspeisung währte, vermag ich nicht zu sagen. Am liebsten wäre ich davongerannt, aber eine unheimliche Macht, ähnlich einem bösen Hexenzauber, hatte mich fürderhin an diesen Ort gebannt…
… Als sich der Pater an meiner Nährmutter in der Gestalt gesättigt hatte, verharrte er noch ein klein wenig zwischen ihren Schenkeln, ließ noch einmal die Brüste durch seine Finger gleiten und sagte dann unvermittelt: „Mir dünkt, ich sollte gegenüber eurem Milchbart ein wenig Nachsicht walten lassen. Währt ihr meine Frau, ich würde den ganzen Tag fürderhin an euren Brüsten hängen. Aber sagt, empfindet der Kleine irgendwelche Wollust, wenn er Euer weiches Fleisch zwischen seinen Lippen fühlt?“
Im weiteren Teilen des Kapitels muß die Amme noch andere, viel schwerwiegendere Sünden „abarbeiten“…
Die gesamte Geschichte findet man im historischen Schelmenroman Das Ammenmärchen aus der Feder von Klaus Lelek.
Diesen Artikel weiterempfehlen:
XING | Twitter | Facebook | Google+ | Delicious

